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Klassische Homöopathie
Praxis Dr. Hans W. Thiergardt

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Klassische Homöopathie

Was ist klassische Homöopathie?

Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche und individuelle Arzneibehandlung ohne Nebenwirkungen. Individuell bedeutet, dass der Mensch mit allen seinen Symptomen und Beschwerden auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene betrachtet und daraufhin mit einer Arznei behandelt wird, die genauestens zu ihm passt. Seit mehr als 200 Jahren hat sich diese Methode nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Südamerika und in Indien bewährt.

Das Grundprinzip der Homöopathie beruht auf einer natürlichen Gesetzmäßigkeit, die schon in der Antike bekannt war. Samuel Hahnemann (1755-1843), Arzt, Apotheker und Chemiker hat dieses Prinzip wiederentdeckt, systematisch beobachtet, verfeinert, formuliert und angewandt. In der Homöopathie wird Ähnliches durch Ähnliches geheilt (griechisch homoios = ähnlich): Similia similibus curentur!
Die Schulmedizin zielt im Gegensatz dazu auf das Verschwinden der Symptome durch Anwendung des Gegensatzprinzips (z.B. Kälte gegen Wärme), deshalb auch Allopathie genannt (griechisch: allos = anders).
Fast alle Apotheken führen beide Arten von Medikamenten bzw. Arzneimitteln. Auf ihren Schildern stehen die Bezeichnungen Allopathie und Homöopathie nebeneinander.

Samuel Hahnemann

Wie wirkt Homöopathie?

Krankheitssymptome sind Ausdruck einer Störung des Organismus. Sie sind ein Versuch des Körpers, der Störung entgegenzuwirken, um sich so selbst zu heilen. Gibt man nun eine genau passende homöopathische Arznei, die exakt diese Symptome hervorrufen kann, dann verstärkt sie den Abwerhrmechanismus des Organismus auf natürliche Weise durch Resonanz. Mit anderen Worten: Ein homöopathisches Heilmittel wird bei denjenigen Krankheitssymptomen eingesetzt, die es in anderer Dosierung hervorrufen würde.

Was ist eine homöopathische Arznei?

Homöopathische Arzneien sind Stoffe aus der belebten und unbelebten Natur. Diese Stoffe können, wie oben beschrieben, im gesunden Organismus Symptome hervorbringen. Diese Symptome werden durch Arzneimittelprüfungen systematisch erfasst. Durch das Prinzip der Potenzierung wird die Wirkkraft der Ausgangsstoffe verstärkt. Dies geschieht schrittweise durch Verdünnung, Verreibung bzw. Verschüttelung. Homöopathische Arzneimittel unterliegen dem Arzneimittelgesetz und werden bis heute nach dem Hahnemannschen Verfahren hergestellt. Dabei wird ein Tropfen der Urtinktur mit neun Tropfen Alkohol verdünnt und verschüttelt. Dies entspricht der Potenz D1. Von dieser wird wiederum ein Tropfen mit neun Tropfen Alkohol verdünnt und verschüttelt zur D2. Je häufiger ein Mittel potenziert wird, desto stärker wird seine Wirkung. Ab D 30 spricht man von einer Hochpotenz. Mit zunehmender Potenzierung überwiegt der immaterielle Anteil der Arznei, die Information. Diese Information wird getragen durch ein Medium (Wasser, Alkohol, Globuli). Auch für den Leser eines Buches ist nicht die Menge an Druckerschwärze und Papier (der Informatinsträger) wichtig, sondern die immaterielle Information, die in ihm Interesse durch Resonanz erzeugt.

Globuli

Wie sieht eine klassische homöopathische Behandlung aus?

Um das passende Arzneimittel zu finden, muss das Krankheitsgeschehen mit größter Sorgfalt analysiert werden. Dies geschieht zunächst in der homöopathischen Erstanamnese. Sie erfasst neben den aktuellen Beschwerden die gefühlsmaßige, geistige und soziale Situation des Patienten. Krankheitsursachen werden erforscht und ihre exakten Begleitumstände aufgenommen, daneben Allgemeinsymptome, wie z.B. Ess- und Trinkgewohnheiten erhoben. Auch zurückliegende Erkrankungen sind von Interesse. Eine Erstanamnese zur Erfassung der Konstitution benötigt in der Regel den Zeitaufwand von 60 bis 180 min. Die so gewonnenen Informationen ermöglichen mittels der Repertorisation (Zuordnung von Symptomen zu Arzneimitteln anhand ausgedehnter Verzeichnisse) dem erfahrenen Homöopathen die Wahl des passenden Arzneimittels. Bei chronischen Erkrankungen werden nach 4 bis 6 Wochen die Veränderungen im Befinden in einem Folgetermin von ca. 15 bis 30 min erneut bewertet. Je nach Situation wird das Mittel in derselben oder einer höheren Potenzierung weiterverordnet, eventuell auch abgeändert.

Akute oder situative Erkrankungen erfordern in der Regel einen geringeren Zeitaufwand.

Bei schweren oder komplexen chronischen Erkrankungen können verschiedene Mittel aufeinander folgen. Diese Krankheiten haben sich schrittweise und oft unbemerkt über Jahre und Jahrzehnte entwickelt. Auch ihre Behandlung ist ein Entwicklungsprozess und erfordert Zeit und Mitarbeit. Es lohnt sich!
Homoeopathie

Was ist während der Behandlung zu beachten?

Kommt es unter Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels durch Resonanz zu einer Verschlimmerung der Symptome, so ist dies als eine erwünschte homöopathische Erstreaktion anzusehen. Sie zeigt, dass der Abwehrmechanismus angesprochen und verstärkt wurde. Diese Symptome klingen spätestens nach einigen Stunden oder Tagen ab. Sie sollten gegebenenfalls telefonisch besprochen werden.

Nehmen Sie auch Kontakt mit uns auf:
- wenn sich neue Symptome zeigen
- wenn eine neue Erkrankung auftritt (z.B. Ischias, Erkältung etc.)
- wenn 14 Tage nach Einnahme keine Veränderung eingetreten ist
Heil- oder Ausscheidungsreaktionen (Schweisse, Fieber, Durchfälle, Ekzeme, Schnupfen etc.) sollten nicht ohne Rücksprache durch schulmedizinische Medikamente unterdrückt werden!

Folgende Substanzen können die Wirkung homöopathischer Mittel beeinträchtigen:
Menthol und andere starke ätherische Öle (in Hustenbonbons, Zahncreme, Mundwässern, Erkältungsbalsam, Rheumasalben)
Eventuell Kaffee, auch coffeinfreier Kaffee.


Literaturempfehlung zum Einstieg:
G.Vithoulkas: Medizin der Zukunft, 9.90 €
Sven Sommer: Homöopathie (Gräfe und Unzer )


© 2005 Dr. med Hans Thiergardt, und OCT-Internetservice, Christopher v. der Osten, Prien am Chiemsee